Zara ist nur ein Teil des spanischen Textilkonzerns Inditex, das Gründer Ortega in die Liga der reichsten Menschen der Welt befördert hat. - © APAweb/EPA/Paco Campos
Zara ist nur ein Teil des spanischen Textilkonzerns Inditex, das Gründer Ortega in die Liga der reichsten Menschen der Welt befördert hat. - © APAweb/EPA/Paco Campos

Madrid. Während sich Spanien auch im vergangenen Jahr nicht aus der tiefen Schuldenkrise befreien konnte, war das Jahr 2012 für einen Spanier wirtschaftlich besonders gut. Zara-Gründer Amancio Ortega konnte sein Vermögen dank der Börsengewinne seines Textilunternehmens um 16,8 Mrd. auf insgesamt 43,6 Mrd. Euro steigern. Der spanische Bekleidungszar konnte damit auch den schwedischen Ikea-Gründer Ingvar Kamprad als reichsten Europäer ablösen, dessen Vermögen heuer 32,5 Mrd. Euro beträgt.

  Laut einer von spanischen Medien am Donnerstag veröffentlichten Liste von Bloomberg verdiente weltweit kein anderer Milliardär so viel Geld wie Amancio Ortega. Der reichste Mann der Welt, der Mexikaner Carlos Slim, Telekomtycoon und Großaktionär bei Telekom Austria, schraubte sein Vermögen 2012 um 10,2 Mrd. auf 57 Mrd. Euro hoch. Microsoft-Gründer Bill Gates, Nummer zwei in der globalen Reichenliste, konnte im vergangenen Jahr 5,3 Mrd. Euro einnehmen und liegt mit einem Gesamtvermögen von 47,5 Mrd. Euro nur noch knapp vor dem spanischen Modezar, der mittlerweile die dritte Position unter den reichsten Männern der Welt einnimmt.

  Das von Ortega im nordspanischen Galicien gegründete Textilunternehmen Inditex SA, zu dem auch die Modekette Zara gehört, konnte seinen Börsenwert von 62 Euro pro Aktion Anfang 2012 auf 105 Euro im Dezember 2012 steigern. Ortega, der die Firmenführung 2011 abgab, besitzt immer noch 59 Prozent des Unternehmens.