Japans Autohersteller haben eine große Rückrufaktion gestartet. - © APAweb/EPA/PIROSCHKA VAN DE WOUW
Japans Autohersteller haben eine große Rückrufaktion gestartet. - © APAweb/EPA/PIROSCHKA VAN DE WOUW

Die japanischen Autohersteller Toyota und Honda haben wegen Problemen mit Airbags insgesamt Hunderttausende Autos zurückgerufen. Wie Toyota am Donnerstag mitteilte, sind vom dem Rückruf weltweit 1,73 Millionen Fahrzeuge betroffen, 308.300 in Japan. Honda in Kanada ruft wegen eines Airbag-Problems fast 110.000 Fahrzeuge zurück.

Auch Nissan und Mazda rufen Autos wegen Airbag-Problem zurück

Nach den japanischen Autoherstellern Toyota und Honda haben nunmehr auch Mazda und Nissan Autos wegen Problemen mit Airbags zurückgerufen. Bei Nissan sind es weltweit 480.000 Fahrzeuge und bei Mazda rund 45.500. Toyota hatte zuvor einen Rückruf für 1,73 Millionen Autos gestartet und Honda für insgesamt 1,14 Millionen.

Der Hersteller der Airbags ist das japanische Unternehmen Takata. Dessen Aktienkurs fiel in Tokio um fast zehn Prozent.

Japanische Autobauer rufen in Österreich rund 11.700 Autos zurück
Von der weltweiten Rückrufaktion von rund 3,4 Mio. Fahrzeugen durch die vier japanischen Autobauer Toyota, Nissan, Honda und Mazda ist auch Österreich betroffen. Insgesamt werden hierzulande rund 11.700 Autos zurückgerufen. Es könne sein, dass sich der Airbag von der japanischen Firma Takata am Beifahrersitz im Notfall nicht aufblase.

  Toyota Österreich ruft rund 7.700 Autos zurück. Davon betroffen sind die Modelle Corolla, Camry, Yaris, Avensis, Avensis Verso der Baujahre 2000 bis 2004. "Der Airbag am Beifahrersitz geht möglicherweise unzureichend auf. Bisher ist aber nichts passiert und die Rückrufaktion ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte der Pressesprecher von Toyota Frey Österreich, Sebastian Obrecht, auf APA-Anfrage. Sobald die benötigten Teile verfügbar seien, würden die betroffenen Kunden vom Versicherungsverband verständigt werden. Dies würde nun ein paar Tage dauern, so Obrecht.

  Bei Nissan Österreich sind 2.375 Autos der Modelle Almera, Navara, Pathfinder, Patrol, Terrano II, Almera Tino und X-Trail der Baujahre 2000 bis 2003 betroffen, teilte das Unternehmen der APA mit. Die betroffenen Kunden sollen Ende Mai verständigt werden.

  Honda Österreich muss 885 Autos zurückrufen. Betroffen sind die Modelle Civic, Stream, Jazz und CR-V der Baujahre 2001 bis 2003. "Die Kunden werden Mitte Mai kontaktiert", sagte PR-Sprecherin Sandra Sommer auf Anfrage der APA.

  Mazda Österreich ist mit dem Modell Mazda6 der Baujahre 2002 bis 2003 mit 784 Autos von der Rückrufaktion betroffen. Von diesen 784 Autos sind aber nicht alle in Österreich unterwegs. "Neben Österreich liefert der österreichische Importeur noch in 15 Exportmärkte in Osteuropa. Die eindeutige Mehrheit davon fährt aber in Österreich", sagte PR-Sprecher Josef Deimel