15 Anwärter gibt es für den Europäischen Erfinderpreis 2013, den das Europäische Patentamt (EPA) am 28. Mai in Amsterdam verleiht. Auch drei österreichische Erfinder sind nominiert: Claus Hämmerle und Klaus Brüstle von der Julius Blum GmbH aus Höchst (Vorarlberg) sowie Martin Schmidt von Siemens VAI Metals Technologies in Linz (Oberösterreich).

Hämmerle und Brüstle wurden für die Erfindung eines Mechanismus für sanft schließende Türen, vom Unternehmen "Blumotion-Technologie" genannt, von der Jury in der Kategorie "Industrie" nominiert. "Patente spielen im Möbelsektor eine ganz besondere Rolle, was vielen Leuten kaum bekannt ist", sagt Firmenchef Julius Blum. Mit 50 Patentanmeldungen jährlich gehört sein Unternehmen zu den aktivsten Ideenschmieden Österreichs. Allein die Scharnier-Technologie sei mit 300 Patenten geschützt. Insgesamt hält die Firma heute über 1000 Patente.

Martin Schmidt wurde zusammen mit Sanghoon Joo und Myoungkyun Shin von Posco Engineering, einer Tochter des koreanischen Stahlproduzenten Pohang Iron and Steel, in der Kategorie "Außereuropäische Staaten" für die Entwicklung der sogenannten Finex-Methode nominiert. Diese Technologie hat die nachhaltige Verhüttung von Eisenerz zu Stahl bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten zum Ziel. Die Erfindung leiste einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stahlgewinnung, "solche Entwicklungen stärken die technische Leistungsfähigkeit der Industrie und damit die Wettbewerbsfähigkeit Europas", sagte EPA-Präsident Benoit Battistelli.

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Europäischer Erfinderpreis 2013