Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone wird 2013 schrumpfen. - © APAweb / dpa, Frank Leonhardt
Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone wird 2013 schrumpfen. - © APAweb / dpa, Frank Leonhardt

Berlin. Die wirtschaftliche Belebung der Eurozone lässt nach Einschätzung führender Institute noch auf sich warten. "Das ungünstige Bild der Konjunktur im Euroraum außerhalb Deutschlands wird bis Mitte des Jahres 2013 voraussichtlich nur wenig freundlicher", heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Gutachten der Ökonomen für die deutsche Bundesregierung.

Darin ist unterstellt, dass die Eurokrise nicht eskaliert, selbst wenn ein weiteres kleines Land europäische Hilfen in Anspruch nehmen sollte. Die Institute rechnen mit einer Stabilisierung der Lage im Laufe des Jahres, veranschlagen für 2013 insgesamt dennoch ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 0,4 Prozent.

Frankreich dürfte in die Rezession rutschen

Mit Frankreich wird demnach auch die zweitgrößte Volkswirtschaft des Währungsraums in die Rezession abrutschen: Die Institute sagen dem Land ein Minus von 0,1 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt voraus. Auch wenn sie für das kommende Jahr einen Zuwachs von 0,8 Prozent vorhersagen, bleibt Frankreich damit hinter dem prognostizierten Wachstum in der Eurozone von 0,9 Prozent zurück.

"Dies liegt auch daran, dass Frankreich aufgrund der niedrigen Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen in vergleichsweise geringem Maße von der Expansion des Welthandels profitiert", heißt es in dem Gutachten. Obwohl die Regierung bereits einige Reformen angeschoben habe, lasse die wirtschaftliche Entwicklung "kaum eine deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der öffentlichen Verschuldung erwarten". Die Schuldentragfähigkeit werde von den Anlegern jedoch nicht infrage gestellt.