Wien. (da) 20 Milliarden Webseiten indizieren Googles Server Tag für Tag, beantworten drei Milliarden Suchanfragen und verwalten die Mailkonten von mehr als 400 Millionen Kunden. Enormer Energieaufwand ist für die Leistung der Computer nötig, bei rund 2,3 Millionen Megawattstunden lag Googles Jahresverbrauch 2012 - das entspricht einer Stadt mit 200.000 Einwohnern. Den Technologiekonzernen fällt daher beim Klimaschutz eine besondere Bedeutung zu. Im nun veröffentlichten "Cool IT-Ranking" von Greenpeace landen unter 21 Firmen Google und Cisco ex aequo auf den ersten Plätzen.

Luft nach oben besteht aber auch für die Sieger; ihnen genügen je 58 von 100 zu vergebenen Punkten beim Ranking, um den ersten Platz zu erreichen. Bewertet wurden die Unternehmen nach drei Kriterien: Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz in Politik und Öffentlichkeit, Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie Initiativen zur Senkung der eigenen Emissionen und vermehrte Nutzung erneuerbarer Energieträger. Cisco war demnach im vergangenen Jahr vor allem bei der Reduktion eigener Treibhausgasemissionen und des eigenen CO2-Fußabdrucks aktiv. Google investierte eine Milliarde Dollar in umweltfreundliche Energieproduktion seit 2010. Schlusslicht des Rankings bildet der japanische Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern Hitachi mit lediglich 13 von 100 möglichen Punkten.

Mehr Einsatz gefordert


Während das Umweltbewusstsein bei IT-Konzernen steigt, fordern diese aus Sicht von Greenpeace zu selten strengere Gesetze. "IT-Unternehmen müssen vermehrt ihre politische Macht nützen und sich für klimafreundliche dezentrale Energiepolitik einsetzen", verlangt Greenpeace.