Wien. Etliche Kreditkartenbesitzer, auch in Österreich, sind in den vergangenen Wochen verständigt worden, dass im Ausland versucht worden sei, mit ihrer Kreditkarte zu zahlen, berichtete das "Abendjournal" des ORF-Radio am Sonntag. Hacker seien an vertrauliche Kartendaten gelangt. Für den Fall, dass etwa ein Einkauf in Wien und 20 Minuten später in Rio de Janeiro mit derselben Kreditkarte aufscheine, schlage - ehe die Transaktion tatsächlich zustande komme - ein Kontrollsystem Alarm, so Heimo Hackel, Vorstandschef von card complete.

"Nachdem wir mehr als 100 Millionen Transaktionen abwickeln, läuft das voll automatisiert im Hintergrund." Es könne aber auch der Fall eintreten, dass eine Transaktion in einer absolut unüblichen Höhe oder in einem absolut unüblichen Geschäftsumfeld passiere, sodass beim Kartenunternehmen Unsicherheiten entstünden und man sich vergewissern wolle, dass alles in Ordnung ist.

Einen laufenden Kampf gegen Hacker
Gegen Hackerangriffe, bei denen Daten gestohlen werden, gebe es einen laufenden Kampf, so PayLife-Sicherheitsexperte Walter Bödenauer. "Wir bemühen uns, diese Angriffe soweit es geht abzuwehren, aber ganz gelingt es natürlich nicht."

Sorgen müssten sich die Karteninhaber aber nicht machen. Wenn es aber im Einzelfall doch zu einem Missbrauch komme, dann decke der Kunde in keinem Fall das Risiko.

Die Fälle bewegten sich nur im Promillebereich, so Bödenauer. Beziffert werde dies nicht, heißt es im ORF-Radio. Auch Hackel wolle keine Auskunft geben.