Wien. Umweltminister Nikolaus Berlakovich will die Österreicher zum Energiesparen bewegen. Die Internetseite www.oesterreichspartenergie.at gibt Tipps und rechnet blitzschnell den finanziellen Vorteil für den jeweiligen Haushalt aus. Bis zu 5700 Euro pro Jahr können dabei herausschauen. Die Berechnungen zu den möglichen Energie- und Geldeinsparungen basieren auf den Werten eines durchschnittlichen österreichischen Haushalts und der jeweiligen Lebenssituation, die beim Einstieg abgefragt wird. "Man kann sich eine schöne Summe einsparen, wenn man umdenkt", betont Berlakovich.

Dass Informationsbedarf besteht, unterstreicht eine Sora-Studie: Einerseits wird das Einsparungspotenzial unter-, andererseits auch überschätzt. "Es herrscht eine Art Ablassmentalität, dass etwas, wenn es nicht weh tut, auch nichts bringt", sagt Sora-Chef Christoph Hofinger. Die meisten glauben, dass Stromsparen, vor allem Beleuchtung und Elektrogeräte, am meisten bringt, vergessen aber auf den Bereich Mobilität. Alleine durch eine entsprechende Fahrweise könnte man 20 Prozent der Spritkosten einsparen.

"Der gefährlichste Feind des Klimas heißt Gleichgültigkeit", so Berlakovich. Dass die Österreicher durchaus willens sind, beim Energiesparen mitzumachen, folgert der Umweltminister aus einer Studie: Von 2008 bis 2012 ist der Stromverbrauch der heimischen Haushalte um 5,2 Prozent zurückgegangen.