Stolze Wiener Neustädter: Die Niederösterreicher bekannten sich gemeinsam mit Mönichkirchen als Erste zu Fairtrade. - © Fairtrade Österreich
Stolze Wiener Neustädter: Die Niederösterreicher bekannten sich gemeinsam mit Mönichkirchen als Erste zu Fairtrade. - © Fairtrade Österreich

Wien. (ede) Der Alsergrund darf sich seit Juni dieses Jahres offiziell "Fairtrade-Bezirk" nennen und ist somit neben Wieden, Josefstadt und Neubau der bereits vierte Bezirk in Wien, der sich für fairen Handel einsetzt und einen Beitrag zur Armutsbekämpfung in der Welt leisten will.

Der Grundstein für das Fairtrade-Gemeindeprojekt wurde im Jahr 2000 im englischen Garstang gelegt, mittlerweile sind mehr als 1200 Gemeinden in 24 verschiedenen Ländern mit dabei. Am 12. Mai 2007 wurden Mönichkirchen und Wiener Neustadt zu den ersten Fairtrade-Gemeinden Österreichs ernannt, 109 gibt es mittlerweile.

Um sich das grün-blaue Logo des Vereins auf die Fahnen heften zu dürfen, müssen fünf Ziele erreicht werden. So muss die Gemeinde neben Lobbying für Fairtrade-Produkte und Engagement in einer Arbeitsgruppe eine Resolution zur Unterstützung der Organisation verabschieden und mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie Fairtrade-Produkte (zum Beispiel Kaffee) verwendet. Weiters müssen fair gehandelte Produkte in lokalen Geschäften leicht verfügbar sein und in lokalen Gastronomiebetrieben angeboten werden. Die genaue Anzahl an Geschäften und Gastronomiebetrieben richtet sich nach der Einwohnerzahl. Nach einem Jahr wird überprüft, ob der Titel "Fairtrade-Gemeinde" noch zu Recht besteht.

Fairtrade-Gemeinden leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen tausender Menschen und helfen somit aktiv mit, die weltweite Armut zu bekämpfen, betont man bei Fairtrade Österreich.