Der immer wieder verzögerte und deutlich teurer gewordene Militär-Transporter von Airbus hat nach Ansicht des französischen Verteidigungsministers sehr gute Exportchancen. "Ich kann keine Zahl nennen, aber es gibt ein riesiges Exportpotenzial", sagte Jean-Yves Le Drian am Montag im spanischen Sevilla anlässlich der Auslieferung des ersten A400M.

Das 20 Mrd. Euro schwere Rüstungsprojekt wurde in den 1980er-Jahren ins Leben gerufen. Mit dem Truppen- und Cargo-Jet sollen Engpässe in mehreren europäischen Ländern ausgeglichen werden, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Das Budget wurde allerdings um mehr als fünf Mrd. Euro überschritten. Die Entwicklung verzögerte sich um viele Jahre.

Europas Politiker und die Hersteller müssten sich bei künftigen Projekten realistischere Zeit- und Finanzvorgaben setzen, sagte EADS-Chef Tom Enders. Airbus ist die wichtigste Tochter des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns. Der erste A400M geht an Frankreich. Weitere Auslieferungen an Frankreich und die Türkei stünden in den nächsten Wochen an, ergänzte Enders.