Wien. Rund 250.000 Gänse werden jedes Jahr rund um Martini am 11. November in Österreich verspeist. Damit man sich den Braten mit gutem Gewissen schmecken lassen kann, hat Vier Pfoten seine Tierschutz-App um Gänse-Produkte erweitert: Beim Kauf kann der Barcode einscannt und geprüft werden, ob die Gänse tiergerecht gehalten wurden.

In der Alpenrepublik ist das Stopfen und Rupfen der Gänse verboten, in manchen Ländern jedoch noch immer legal, was Millionen Tieren ein qualvolles Dasein beschert. Nun kann der Verbraucher prüfen, ob das angebotene Gänsefleisch aus einer Haltung ohne Stopfmast, Lebendrupf oder Käfighaltung kommt. Das Sortiment der österreichischen Supermarktketten wurde in die Datenbank aufgenommen und mit der von der Tierschutzorganisation regelmäßig aktualisierten Positivliste der Gänse-Produzenten abgeglichen. Auf dieser befinden sich jene Unternehmen, die sich unangemeldeten und unabhängigen Kontrollen unterziehen und nachweislich auf Stopfmast, Lebendrupf und Käfighaltung verzichten. Sobald ein Produkt nicht auf der Positivliste stand, kontaktierte Vier Pfoten den Hersteller. "Wenn uns dieser auf Anfrage erklärt, dass sein Produkt nicht aus Stopfmast stammt, überprüfen wir dies und versehen das Produkt vorerst mit dem Status ,Achtung‘. In der App erscheint die Information dann orange gekennzeichnet. Die Farbe Grün zeigt, dass das Fleisch von einem verantwortungsvollen Unternehmen stammt. Unter die rote Kategorie fällt Fleisch der Hersteller, von denen wir wissen, dass sie Tiere stopfen oder rupfen", sagt Indra Kley von Vier Pfoten. Die Tierschutzorganisation empfiehlt beim Kauf besonders das Label "Österreichische Weidegans".

Mit der App können Produkte auch auf die Herkunft der enthaltenen Eier geprüft werden. Ist die Ampel grün, sind Eier aus Freiland- oder Bodenhaltung drin. Orange bedeutet, dass der Händler nicht alle Eier aus Freiland- oder Bodenhaltung bezieht oder nicht klar geantwortet hat. Bei Rot sind Käfigeier enthalten.