Persönliche Betreuung optimiert das Training , kostet aber oft extra. - © fotolia/foto ARts
Persönliche Betreuung optimiert das Training , kostet aber oft extra. - © fotolia/foto ARts

Wien. Um die überschüssigen Kilos nach den Feiertagen wieder abzutrainieren, nehmen sich viele Österreicher vor, sich im neuen Jahr mehr zu bewegen. Neben den hierzulande rund 500 Fitnessstudios stehen Bewegungshungrigen auch Online-Fitnessangebote zur Verfügung. Das Sporteln zuhause vor dem Bildschirm erscheint praktisch: Es erspart An- und Abfahrt zum Fitnesscenter und ist unabhängig von Öffnungszeiten. Im Gegensatz zum Ergometer, das nach anfänglicher Euphorie oft nur mehr als Kleiderablage genutzt wird, hoffen viele auf zusätzliche Motivation durch abwechslungsreiche Kurse.

Neben kostenlosen Fitness-Videos zum Mitmachen auf Youtube ist mittlerweile auch das Angebot an kostenpflichtigen Studios im Internet beachtlich - es reicht von Pur-life über Gymondo und New Moove bis zu Mytraining.de. Die Kurse können - je nach Plattform - "on demand" abgerufen oder live gestreamt werden, auch individuelle Trainingspläne vom Personal Coach und Ernährungsberatung sind möglich. Die Anbieter locken mit einer Gratis-Testzeit, danach wird nach besuchtem Kurs oder ein Fixbetrag pro Monat bezahlt. Der Mitgliedsbeitrag beginnt - bei längerer Bindung - bei 9,90 Euro.

Internet-Fitnessabos verlängern sich automatisch

Hat ein Nutzer genug von den Internet-Kursen wie Bauch-Bein-Po, Fat Burning und Pilates, sollte er rechtzeitig kündigen. Beim deutschen Online-Fitnessstudio Gymondo wird die Mitgliedschaft beispielsweise kostenpflichtig, wenn der Nutzer nicht während des Testzeitraumes kündigt. Halbjahres- und Ganzjahresabos müssen im Voraus bezahlt werden. Die Mindestvertragslaufzeit wird automatisch verlängert, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird, wie etwa in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Fitness-Internetplattform NewMoove zu lesen ist. "Der Anbieter muss den Kunden aber zu einer angemessenen Zeit vor Fristablauf informieren, dass Stillschweigen zu einer Verlängerung führt", sagt Renate Wagner vom VKI. Eine Pause während einer laufenden Mitgliedschaft ist laut dem Kleingedruckten nicht möglich. Experten warnen allerdings generell, dass beim Training zuhause eine falsche Übungsausführung gesundheitliche Folgen haben kann.

Billigketten sorgen

für Preisschlacht

Dass Online-Angebote sowie Sportspiele auf Konsolen wie Wii und Playstation zur ernsthaften Konkurrenz für Fitnesscenter werden, erwartet Andreas Kreutzer, Geschäftsführer des Marktanalysten Kreutzer Fischer & Partner, nicht. Doch auch in stationären Fitnessstudios trifft man auf virtuelle Trainer, die über eine Video-Leinwand Übungen vorzeigen: Der Fitness-Diskonter McFit hat dieses Cybertraining von 6 bis 24 Uhr im Programm.