Peking. Die chinesische Regierung hebt einem Medienbericht zufolge in den Millionenmetropolen Peking und Shanghai sowie in anderen Städten den Mindestlohn an. Von Dienstag an erhielten die Beschäftigten zwischen 11,4 und 12,3 Prozent mehr Geld, berichtete der halbstaatliche China News Service. Die Regierung versucht, die Binnennachfrage zu stärken. Seit mehr als einem Jahrzehnt wurden die Löhne kontinuierlich angehoben.

Nun soll der Mindestlohn in Shanghai um 12,3 Prozent auf umgerechnet rund 210 Euro steigen. In der Hauptstadt Peking soll es 11,4 Prozent mehr geben, der Mindestlohn beträgt dann gut 180 Euro im Monat.

Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent

Die chinesische Wirtschaft verliert an Schwung. Die Investitionen und der Einzelhandelsumsatz wuchsen in den ersten Monaten des Jahres so langsam wie sei Jahren nicht mehr. Nach Jahren des Booms mit teils zweistelligen Zuwachsraten rechnet die Regierung für 2014 nun mit einem Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent. Schon für 2013 hatte sie sich dieses Ziel gesetzt, am Ende betrug das Wachstum 7,7 Prozent. Schwächer war die chinesische Wirtschaft zuletzt 1999 gewachsen. Solche für Europa unerreichbar anmutenden Zahlen gelten in China als Minimum, um eine Krise am Arbeitsmarkt und soziale Unruhen zu vermeiden.