Wien. Mit Fischen aus österreichischer Bio-Zucht wie Karpfen, Wels, Forelle und Saibling tut man sich und der Umwelt etwas Gutes. Sardine und Makrele aus dem Mittelmeer sowie bestimmte Thunfischarten sollten hingegen nicht auf dem Speiseplan stehen, heißt es im WWF-Fischeinkaufsratgeber 2014.

Karpfen oder Wels aus heimischer Zucht, Wildfang-Lachs aus den Gewässern rund um Alaska oder Nordseehering und in der Ostsee gefangener Kabeljau seien besonders zu empfehlen. "Wer heimischen Bio-Fisch kauft, ist grundsätzlich auf der sicheren Seite", sagte WWF-Meeresexperte Axel Hein. Das Angebot sei reichhaltig und die Transportwege sind kurz, wodurch der Fisch frisch und die CO2-Bilanz gering ausfallen. Orientierung an der Fischtheke bieten die Umweltsiegel von MSC für Wildfisch, das ASC-Siegel für verantwortungsvolle Aquakultur sowie Bio-Gütesiegel.

Nicht kaufen sollte man laut WWF neben Sardine und Makrele aus dem Mittelmeer Wolfsbarsch aus dem Nordost-Atlantik sowie Gelbflossen-Thunfisch und Skipjack-Thunfisch aus dem Atlantik, der meist in der Dose angeboten wird. Weiterhin abgeraten wird von der Scholle sowie vielerlei Shrimp- und Garnelenarten.

30 Prozent der Meeresbestände werden überfischt, so Hein. 40 Prozent des Fangs, darunter Haie, Seevögel, Meeresschildkröten, Wale und Delfine, verenden qualvoll als Beifang in den Netzen.