Charlotte (North Carolina). Krumme Geschäfte mit Hypothekenpapieren wirft das US-Justizministerium der Bank of America vor. Ein Vergleich könnte die zweitgrößte US-Bank mehr als 13 Milliarden Dollar (9,41 Mrd. Euro) kosten, berichtete Bloomberg News unter Berufung auf Insider.

Eine Einigung könne in den nächsten zwei Monaten erzielt werden. Die Summe von 13 Milliarden Dollar käme dabei zusätzlich zu den erst kürzlich vereinbarten mehr als neun Milliarden Dollar hinzu, die die Bank of America in einem ähnlichen Verfahren zahlen muss.

Ein Sprecher von Bank of America lehnte eine Stellungnahme zum Bloomberg-Bericht ab, beim Justizministerium war zunächst niemand zu erreichen. Reuters erfuhr aber von mehreren Insidern, dass die Gespräche zwischen der Bank und der Regierung noch in einem frühen Stadium seien.

Im vergangene Monat hatte die Bank of America bereits einen Vergleich mit der zuständigen Aufsichtsbehörde erzielt: Für mehr als neun Milliarden Dollar legte die Bank einen ähnlichen Rechtsstreit über fragwürdige Geschäfte mit Hypothekenpapieren bei. Nach mehreren anderen Großbanken wollte das US-Institut damit eigentlich einen Schlussstrich unter einen jahrelangen Disput mit den US-Behörden.

Wie der Deutschen Bank, JPMorgan, UBS und weiteren Geldhäusern wurde Bank of America vorgeworfen, vor der Finanzkrise beim Verkauf der Papiere Risiken verschleiert zu haben. Insgesamt 17 Banken sollen so nach Ansicht der US-Aufsicht FHFA von 2005 bis 2007 einen Schaden von 200 Milliarden Dollar angerichtet haben. Die größte US-Bank JPMorgan hat bereits der Zahlung von 13 Milliarden Dollar zugestimmt, die Deutsche Bank zahlt 1,9 Milliarden Dollar.