Wien. In den Urlaub sollten sowohl Bankomat- als auch Kreditkarte mitgenommen werden, rät die Erste Bank. Beim Zahlen und Abheben mit Bankomatkarte in der EU fallen generell keine Spesen an - es gibt aber Ausnahmen, warnt die Arbeiterkammer (AK). In Deutschland beispielsweise werden teilweise Gebühren beim Abheben verrechnet - wenn der Bankomatbetreiber keine "echte" Bank ist, sondern die Automaten von Abwicklungsgesellschaften betrieben werden. "Werden Ihnen im EU-Ausland bei der Bankomatabhebung Spesen verrechnet, beeinspruchen Sie diese bei Ihrer Hausbank. Die Bankomatabhebung darf nicht mehr kosten als im Inland", sagt AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Wer die Kredit- oder Bankomat-Karte in einem Nicht-Euro-Land zückt, muss mitunter mit hohen Spesen rechnen. Bei der Bezahlung mit Bankomat- oder Kreditkarte außerhalb des Euro-Raumes sollte man in der Landeswährung bezahlen, sagt Manfred Bartalszky, Leiter des Produktmanagements der Erste Bank: "Wird in Euro bezahlt, erhält man in jedem Fall eine schlechte Kursabrechnung." Bei der Barbehebung außerhalb des Euro-Raumes sind die Gebühren mit der Bankomatkarte am geringsten. Zum Teil verrechnen Betreiber zusätzliche Behebungsentgelte, darauf muss vor der Behebung aber hingewiesen werden. Wird angeboten, in der Heimwährung abzurechnen, sollte man diese Variante besser nicht wählen: Hier drohen Umrechnungsaufschlägen von bis zu sechs Prozent. Kreditkartenbesitzer sollten ihren Code wissen, weil in vielen Ländern bei der Kreditkartenzahlung die Code-Eingabe der Unterschrift vorgezogen wird. Die Manipulationsgebühren außerhalb des Euro-Raumes betragen hier 1,5 bis 2 Prozent vom eingekauften Betrag.

Wer Geld wechseln muss, sollte das im Heimatland erledigen: Wechselstuben verrechnen laut Erste Bank meist einen schlechten Kurs und hohe Spesen.