Eisenstadt. Unwetter haben in den vergangenen Wochen in Teilen Österreichs große Schäden angerichtet. "Wichtig ist es, schon jetzt an den Steuerausgleich für dieses Jahr zu denken und Rechnungen aufzuheben und alle Schäden gut zu dokumentieren. Denn die Kosten für die Aufräumarbeiten und die Wiederbeschaffungskosten können unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer abgeschrieben werden", rät Arbeiterkammer-Steuerexperte Reinhold Haring.

Kosten werden ohne Selbstbehalt angerechnet

Nach den Unwettern können insbesondere Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungs- sowie Sturmschäden berücksichtigt werden, informiert die Arbeiterkammer Burgenland. Abzugsfähig sind die Kosten der Aufräumungsarbeiten und die Wiederbeschaffungskosten der zerstörten notwendigen Wirtschaftsgüter, soweit diese Schäden nicht durch eine Versicherung oder aus öffentlichen Mitteln (beispielsweise dem Katastrophenfonds) gedeckt sind.

Geltend gemacht werden können Kosten für die Beseitigung von unmittelbaren Katastrophenschäden wie die Beseitigung von Wasser- und Schlammresten oder Sperrmüll, Raumtrocknung und die Anschaffung/Miete von Trocknungs- und Reinigungsgeräten spwie Kosten für Reparatur und Sanierung beschädigter Gegenstände. Darunter fallen der Ersatz des Fußbodens, die Erneuerung des Verputzes, Ausmalen, Reparatur von Zäunen und die Reparatur von beschädigten Autos. Auch die Kosten für die Ersatzbeschaffung zerstörter Gegenstände, beispielsweise die Neuerrichtung von Gebäudeteilen, können abgesetzt werden. Die Kosten werden in voller Höhe, also ohne Selbstbehalt, bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2014 angerechnet, informiert die Arbeiterkammer für das Burgenland.

Schäden
dokumentieren

Unterlagen, die als Nachweis der Schäden dienen, sollten gesammelt werden. Dazu zählen Fotos, die den Schaden dokumentieren, falls vorhanden eine Niederschrift der Gemeindekommission, eigene Aufzeichnungen über Schäden sowie Rechnungen und Belege zu allen Kosten.