Wien. (sf) Zwar schnitt der Großteil der 33 Leberkäse-Produkte in einem Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und der Agrarmarkt Austria (AMA) zumindest "gut" ab, die Herkunft ist aber oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Zwei Leberkäse-Produkte, Spar Natur pur Bio-Leberkäse und Gumprecht Pferde Leberkäse, wurden mit "nicht zufriedenstellend" bewertet, da sie am letzten Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr für den Verzehr geeignet waren. Spar und Gumprecht haben bereits interne Prüfungen angekündigt sowie Maßnahmen zur Verkürzung des Mindesthaltbarkeitsdatums gesetzt bzw. angedacht, heißt es vom VKI.

Elf der 33 Produkte trugen das AMA-Gütesiegel, zwei das AMA-Biosiegel, die beide für österreichische Herkunft stehen. Die Aufschrift "Qualität aus Österreich" oder rot-weiß-rote Fahnen sagen hingegen nichts darüber aus, woher das Fleisch stammt. "Radatz, der auch die Marken Clever und Landauer produziert, gab an, die Schweinefleischanteile in dem von ihm produzierten Leberkäse von deutschen Schlachthöfen zu beziehen - was allerdings nicht bedeutet, dass es sich damit automatisch um deutsches Schweinefleisch handelt", teilt der VKI mit.