Wien. (sf) Für Gastronomen spielt der Preis eine wichtige Rolle beim Kauf von Eiern: Die günstigeren Eier aus Bodenhaltung machen 90 Prozent der Einkäufe im Gastronomiegroßhandel aus, wie die Agrarmarkt Austria Marketing anlässlich des Welt-Ei-Tages am 10. Oktober mitteilt. Der Bio-Anteil betrug heuer im ersten Halbjahr im Gastro-Großhandel drei Prozent, Tendenz leicht steigend.

Importierte Käfigeier - diese Haltungsform ist in der EU seit 2012 verboten - machen 1,7 Prozent aus. Der Anteil von Eiern aus Freilandhaltung im Gastro-Großhandel ist mit rund fünf Prozent deutlich geringer als im Einzelhandel, wo 32 Prozent der verkauften Eier aus Freilandhaltung (Bio und konventionell) stammen.

Ein Bio-Ei kostet im Handel durchschnittlich vierzig Cent pro Stück. Der Durchschnittspreis für ein Ei aus konventioneller Freilandhaltung beträgt 34 Cent, aus Bodenhaltung 22 Cent.

Deutlich schwieriger rückverfolgbar sind Eier in verarbeiteten Produkten: Während im Gastronomie-Großhandel fast alle Frischeier aus Österreich stammen, werden für verarbeitete Produkte wie Süßwaren, Nudeln oder Mayonnaise deutlich mehr Eier importiert. Knapp sechs Millionen Legehennen werden in Österreich gehalten und damit achtzig Prozent der heimischen Eiernachfrage gedeckt. Jährlich verbraucht ein Österreicher 235 Eier.