Rom. Auch Italiens größte Filialbank Intesa Sanpaolo will dem angeschlagenen Rivalen Monte dei Paschi di Siena nicht unter die Arme greifen. Auf die Frage nach einem etwaigen Zusammenschluss sagte Intesa-Chef Carlo Messina am Freitag in Rom: "Das ist auf keinen Fall eine Möglichkeit." Die Zeitung "La Repubblica" hatte zuvor berichtet, die italienische Notenbank habe Intesa um eine Einschätzung zu dem Thema gebeten. Intesa-Verwaltungsratschef Giovanni Bazoli sagte, sein Haus sei überhaupt nicht an Zukäufen im Inland interessiert.

Monte dei Paschi hatte beim jüngsten EZB-Stresstest von allen 130 europäischen Banken am schlechtesten abgeschnitten und muss nun kurzfristig eine Kapitallücke von 2,1 Milliarden Euro schließen. Vermutlich wird der Staat dem Traditionsinstitut aus der Toskana wieder helfen, was aber neuen Ärger mit Brüssel bedeuten würde. Die italienischen Geldhäuser UniCredit und Mediobanca haben Fusionen mit Monte Paschi bereits ausgeschlossen. Die Banken des Landes leiden allesamt unter der schlechten Wirtschaftslage und vielen faulen Krediten. Monte Paschi hatte sich zudem mit Übernahmen und riskanten Derivate-Deals verhoben.