Bis zuletzt wurde erwartet, dass auch Barclays Teil des Vergleichs sein würde; aber das britische Institut ist auf den letzten Metern "aus wirtschaftlichen Gründen" ausgeschert - hier laufen die Ermittlungen weiter. Gegen die Deutsche Bank wird ebenfalls wegen der Manipulation von Devisenkursen ermittelt. Sie konnte sich noch nicht mit den Behörden einigen, hat aber bereits ihre Rückstellungen auf rund drei Milliarden Euro erhöht. Bei der größten Bank Deutschlands steht auch noch eine Einigung mit einigen Behörden zum Thema Manipulation von Referenzzinsen wie dem Libor aus.

Am Mittwoch hat zudem die britische Notenbank ihren Chef-Devisenhändler gefeuert. Der Grund für die Entlassung sei "mangelndes Urteilsvermögen", teilte die Bank of England mit. Der Devisenhändler soll trotz Verdachtsmomenten für Absprachen unter Händlern seine Bedenken nicht nach oben gemeldet haben. Wie die Ergebnisse einer Untersuchung ergaben, hatte er im Oktober 2011 im Gespräch mit einem Händler offen Sorge über Marktmanipulationen geäußert.