Paris. Der französische Atomkonzern Areva hat einem Medienbericht zufolge 2014 einen Nettoverlust von rund 4 Mrd. Euro eingefahren. Die Zeitung "Le Figaro" berief sich dabei am Freitag auf Informationen von Insidern, Einzelheiten nannte sie jedoch nicht. Erst kürzlich hatte die Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche" berichtet, dass ein Fehlbetrag von mehr als 3 Mrd. Euro anfallen könnte.

Areva hatte Anfang Februar erklärt, dass das Minus 2014 wegen Rückstellungen und Abschreibungen noch höher ausgefallen sei, als er es mit knapp 700 Mio. Euro bereits zur Jahresmitte war. Die Areva-Aktie gab bis zu Mittag um 1,5 Prozent nach.

Im Zusammenhang mit Verzögerungen beim Bau eines neuen Blocks für das finnische AKW Olkiluoto in Partnerschaft mit Siemens hat der Konzern bereits Milliardenbeträge zurückgelegt. Areva leidet unter den Nachwehen der Fukushima-Atomkatastrophe, die zu weniger AKW-Neubauten führte. Zudem belastet die gespannte Lage auf dem Strommarkt, weswegen viele Versorger bei Wartungsaufträgen sparen.