Frankfurt. Zum Ende der Ferienzeit kommt der neue Ausstand bei der AUA-Mutter Lufthansa wieder tausenden Passagieren in die Quere. Aufgrund der auf die Kurz- und Mittelstrecke verlagerten Streiks sollen am Mittwoch 1000 der 1520 geplanten Lufthansa-Flüge ausfallen, wie das Unternehmen zu seinem Sonderflugplan mitteilte. Betroffen seien rund 140.000 von 180.000 gebuchten Kunden. Auch 20 von 22 Flügen von und nach Wien fallen demnach aus, betroffen seien die Destinationen München und Frankfurt, sagte Airport-Sprecher Peter Kleemann.

Kompromiss gescheitert


Der Konzern versuchte, die inzwischen 13. Streikrunde noch von den Arbeitsgerichten Frankfurt und Köln stoppen zu lassen. Für die Gesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cargo sowie die Tochter Germanwings wurden am Dienstag einstweilige Verfügungen gegen den Streik beantragt. Doch Pilotengewerkschaft und Lufthansa lehnten Dienstagnachmittag den Vorschlag einer Frankfurter Arbeitsrichterin zu einer gütlichen Einigung des Tarifkonflikts ab. Zuvor hatte Richterin Gesine Brackert gesagt, dass Streiks keine Probleme lösten und beiden Seiten doch über einen Kompromiss sprechen sollten. Damit beginnt die Verhandlung einer Klage der Lufthansa gegen die Pilotenstreiks vor dem Arbeitsgericht Frankfurt. Der Konzern will damit die Ausstände sofort verbieten lassen.

Von der Vereinigung Cockpit verlangt die Lufthansa zudem 60 Millionen Euro an Schadenersatz. Der Tarifkonflikt zwischen Piloten und Konzern läuft seit eineinhalb Jahren.