London. (reuters) Der Öl-Riese BP hat sich zu Jahresbeginn in den schwarzen Zahlen halten können. Unter dem Strich verdiente der britische Konzern nach Angaben vom Dienstag 532 Millionen Dollar. Analysten hatten mit einem Verlust von 140 Millionen Dollar gerechnet. Die Aktie legte an der Londoner Börse daraufhin mehr als drei Prozent zu.

Wie allen Firmen der Branche setzt auch BP der niedrige Ölpreis massiv zu, der im ersten Quartal in etwa auf dem niedrigsten Stand seit 13 Jahren lag. Dadurch brach der BP-Gewinn um 80 Prozent ein. Die Konzerne reagieren darauf mit Beteiligungsverkäufen, Stellenstreichungen und geringeren Investitionen.

BP kündigte an, möglicherweise seine Ausgaben weiter zurückzufahren. 2015 hatten die Briten bereits drei Mal ihre Investitionen auf nunmehr 19 Milliarden Dollar gekappt und fast zehn Prozent der etwa 80.000 Jobs gestrichen. Für 2016 wird nur noch mit Investitionen in Höhe von 17 Milliarden Dollar kalkuliert. Nächstes Jahr könnten es 15 bis 17 Milliarden Dollar werden, sollte der Ölpreis niedrig bleiben, kündigte der Konzern an.

BP-Chef Bob Dudley rechnet mit einer Stabilisierung des Marktes zu Jahresende. Dafür dürften eine robuste Nachfrage und ein nur noch langsames Wachstum auf der Angebotsseite sorgen.