Mailand/Wien. UniCredit reduziert ihren Anteil an der polnischen Bank Pekao. Ein Anteil von zehn Prozent an Bank Pekao werde in einer beschleunigten Platzierung veräußert, die bestimmten institutionellen Investoren vorbehalten sei, teilte die Bank Austria-Mutter in einer Presseaussendung am Dienstag mit.

Mit diesem Schritt wolle UniCredit ihre Kapitaldecke stärken und zugleich die Kontrolle der Bank Pekao bewahren, so UniCredit. Erst am Montag hatte die Mailänder Großbank ihre Beteiligung an dem börsennotierten Online-Broker Fineco reduziert. Ein Anteil von zehn Prozent an Fineco wurde in einer beschleunigten Platzierung veräußert, was der Bank 328 Millionen Euro bescherte. Unicredit hält jetzt 55 Prozent an Fineco.

UniCredit-Papier legte zu

Der Amtsantritt des französischen Bankers Jean-Pierre Mustier hat am Dienstag die UniCredit auf Höhenflug getrieben. Das UniCredit-Papier legte am Dienstagnachmittag 13 Prozent zu und überschritt die Zwei Euro-Marke. Am Montag war die UniCredit-Aktie um 2,8 Prozent auf 1,85 Euro geschrumpft, nicht weit vom Rekordtief von 1,75 Euro, die das Papier am vergangenen Donnerstag erreicht hatte.

UniCredits Board hatte am Montag mitgeteilt, der neue Chef stelle die Konzernstrategie auf den Prüfstand. Ziel sei eine Optimierung der Kapitalstruktur, weiteren Kostenkürzungen und "insbesondere ein noch strengeres Risiko-Management".