• vom 20.10.2016, 13:57 Uhr

International

Update: 20.10.2016, 14:08 Uhr

Geldpolitik

EZB will Zinsen noch lange niedrig halten




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Von WZ Online, Reuters, APA, dpa

  • Monatliche Wertpapierkäufe von 80 Milliarden Euro werden bis mindestens Ende März 2017 fortgesetzt.

Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) will an ihrer ultralockeren Geldpolitik noch lange festhalten. Die EZB gehe weiterhin davon aus, dass die Leitzinsen für längere Zeit und weit über die Zeit ihrer Wertpapierkäufe hinaus auf dem aktuellen Niveau oder tiefer liegen werden, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Der EZB-Rat erklärte zudem, dass die monatlichen Wertpapierkäufe von 80 Milliarden Euro bis Ende März 2017 oder nötigenfalls darüber hinaus fortgesetzt werden.

Die Währungshüter beließen den Leitzins im Euroraum, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Zentralbankgeld besorgen können, auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, wie die EZB am Donnerstag im Anschluss an eine Ratssitzung in Frankfurt mitteilte. Parken Banken überschüssiges Geld bei der Notenbank, müssen sie dafür weiter 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

Die EZB kauft seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere. 80 Milliarden Euro fließen derzeit monatlich, insgesamt sollen es 1,74 Billionen Euro werden. Seit Juni stehen auch Unternehmensanleihen auf dem Einkaufszettel.

Mit ihrer ultralockeren Geldpolitik wollen die Währungshüter die Konjunktur ankurbeln und die Inflation im Euroraum anschieben.

Zwar stieg die Inflation im gemeinsamen Währungsraum im September auf den höchsten Stand seit Oktober 2014. Die Rate ist mit 0,4 Prozent aber weit entfernt von dem Preisziel der EZB von knapp zwei Prozent. Langfristig niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen aufschieben, weil sie erwarten, dass es noch billiger wird.





Schlagwörter

Geldpolitik, EZB, Leitzins

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Dokument erstellt am 2016-10-20 14:05:04
Letzte ─nderung am 2016-10-20 14:08:00



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