Peking. Nach einer wochenlangen, schwindelerregenden Klettertour bei der Digitalwährung Bitcoin folgte eine noch rasantere Talfahrt: Binnen einer Woche verlor der Bitcoin rund ein Drittel seines Wertes und fiel am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember. Die Furcht vor einer stärkeren Regulierung der Digitalwährung, durch Chinas Führung, lasse Anleger flüchten, hieß es aus dem Handel. Noch vor einer Woche hatte der Bitcoin nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg ein Rekordhoch von über 1161 Dollar erreicht. Am Donnerstag fiel die Digitalwährung demnach aber bis unter 753 Dollar.

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt. Die jüngste Klettertour des Bitcoin war laut Händlern maßgeblich von chinesischen Behörden ausgelöst worden. Chinas Führung hatte zuletzt Kapitalverkehrskontrollen verschärft, um die Talfahrt der Landeswährung Yuan abzubremsen. Chinesische Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich bisher nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen. Jetzt aber könnte auch der Bitcoin ins Visier der Behörden geraten.