Stockholm. Das zweite Jahr in Folge stiegen die Militärausgaben 2016 weltweit leicht. Im vergangenen Jahr wurden 1,69 Billionen US-Dollar (1,57 Billionen Euro) für militärische Zwecke ausgegeben, wie ein Bericht des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) zeigt. Indien und Russland verzeichneten unter den fünf Top-Nationen den größten Anstieg. In Europa war es Lettland mit 44 Prozent.

Die 15 Länder mit den höchsten Militärausgaben sind für 81 Prozent der Ausgaben aller Staaten verantwortlich. Während China zwischen 2007 und 2016 mit 118 Prozent und Russland mit 87 Prozent ein kräftiges Plus verzeichneten, sanken die Ausgaben in Italien um 16 Prozent, in Großbritannien um zwölf und in den USA um knapp fünf Prozent. Spitzenreiter bleiben mit 611 Milliarden Dollar dennoch die USA. China, das um 5,4 Prozent mehr für militärische Zwecke ausgab, ist dabei führend in der Region Asien und Ozeanien, dessen Militärausgaben 2016 um 4,6 Prozent stiegen. Grund dafür dürften auch die zunehmenden Spannungen im Korea-Konflikt sowie die Streitigkeiten um die Inseln im Südchinesischen Meer sein. Auch Russland gab um 5,9 Prozent mehr für sein Militär aus - und überholte Saudi-Arabien, dessen Militärbudget trotz regionaler Konflikte um 30 Prozent schrumpfte.

Die Militärausgaben in Österreich haben ebenfalls wieder leicht angezogen. Im vergangenen Jahr waren es 2,86 Milliarden Dollar, 2015 waren es 2,67 Milliarden gewesen. Davor lag der Wert sechs Jahre lang stets über 3,18 Milliarden Euro.