• vom 24.01.2018, 07:18 Uhr

International

Update: 24.01.2018, 07:21 Uhr

Wechsel

US-Senat bestätigte Powell als neuen Fed-Vorsitzenden




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, dpa, AFP, Reuters

  • Kandidat von US-Präsident Trump folgt auf Yellen, doch Experten erwarten Fortsetzung des geldpolitischen Kurses.

Washington. Der US-Senat hat den früheren Finanzinvestor Jerome Powell als neuen Chef der Notenbank Fed bestätigt. Die Abgeordneten folgten mit ihrer Entscheidung am Dienstagabend (Ortszeit) einem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump. Der Jurist sitzt seit 2012 im Fed-Direktorium und kann nun Nachfolger von Janet Yellen werden, deren Amtszeit am 3. Februar endet.

Der Senat hatte sich bereits am Nachmittag (Ortszeit) mit einer Mehrheit von 84 zu zwölf Stimmen dafür ausgesprochen, die Debatte über Powell zu verkürzen und damit den Weg für die Abstimmung freizumachen. Der 64-Jährige ist weitgehend unumstritten.

Powells Hintergrund

Geldpolitisch steht er Yellen nahe und teilte in den vergangenen Jahren ihre Ansicht, dass die im historischen Vergleich niedrige Inflation nur behutsame Erhöhungen der Leitzinsen zulässt. Die Fed-Mitglieder wollen ihre Geldpolitik langsam normalisieren und hoben im vergangenen Jahr die Zinsen dreimal an. In diesem Jahr könnten drei weitere Zinsschritte folgen.

Politisch gilt Powell als den regierenden Republikanern nahestehend. Er war auch der Wunschkandidat von Finanzminister Steven Mnuchin, woraus eine gewisse Nähe zwischen Regierung und Notenbank abgeleitet werden könnte.

Im Gegensatz zu Yellen und ihren Vorgängern bringt Powell keinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften mit. Er verfügt aber über Berufserfahrung an den Finanzmärkten und im Regierungsapparat. Der studierte Jurist war als Investmentbanker und Abteilungsleiter im Finanzministerium tätig. Später war er Partner der Anlagefirma Carlyle Group und machte in dieser Zeit ein zweistelliges Millionenvermögen.





Schlagwörter

Wechsel, FED, Jerome Powell

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-01-24 07:19:38
Letzte Änderung am 2018-01-24 07:21:50



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die Mängel am Mangel
  2. Ein Drittel der Österreicher ist unter- oder überqualifiziert
  3. "Das können wir uns nicht leisten"
  4. Huawei weist Spionagevorwürfe zurück
  5. Gemeinsam geteilt
Meistkommentiert
  1. "Das können wir uns nicht leisten"
  2. Karfreitag: Zusätzlicher Feiertag reduziert BIP
  3. Ein Drittel der Österreicher ist unter- oder überqualifiziert
  4. Firmen suchen Digitalkenntnisse
  5. Die Mängel am Mangel

Werbung



Quiz


Firmenmonitor







Werbung