Der Schweizer Börsenneuling Asmallworld zieht die Aufmerksamkeit der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin auf sich: Die Behörde hat Anhaltspunkte, dass im Rahmen von Kaufempfehlungen über E-Mail-Börsenbriefe unrichtige oder irreführende Angaben gemacht oder Interessenskonflikte verschwiegen würden.

Daher habe die BaFin eine Untersuchung wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet. Zudem warnte sie die Investoren vor den Kaufempfehlungen: "Die BaFin rät allen Anlegern, vor Erwerb von Aktien dieser Gesellschaft sehr genau zu prüfen, wie seriös die Angaben sind, und sich über die betroffene Gesellschaft auch aus anderen Quellen zu informieren", erklärte sie.

Die Aktie brach daraufhin 20 Prozent ein.

Das soziale Netzwerk Asmallworld war Ende März an die Schweizer Börse gegangen: Verkauft hatte das Unternehmen dabei nur bestehende Aktien - ohne frisches Kapital aufzunehmen. Mit der Börsennotiz will die Firma aus Zürich nach eigenen Angaben ihre Bekanntheit steigern und sich Handlungsspielraum etwa für Zukäufe verschaffen.