Porsche erster Elektrosportwagen wird Taycan heißen. Das kündigte Porsche-Chef Oliver Blume am Freitag auf einem Festakt zum 70-jährigen Jubiläum des Autobauers in Stuttgart an. Der orientalische Begriff bedeute "lebhaftes, junges Pferd" und greife damit das Wappentier im Porsche-Logo auf. Der Taycan soll 2019 in Serie gehen und ein starker Konkurrent des Tesla Model S werden.

Die VW-Tochter investiert bis 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität - in den Ausbau des Stammwerks Zuffenhausen zur Produktion des Taycan samt weiterer Varianten des Elektroflitzers sowie in Hybridmotoren für andere Modelle. Der Erfolgsdruck auf Porsche, seinen Absatz von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb auszubauen, um die schärferen Klimaschutzvorgaben in Europa einzuhalten, wächst. Denn gleichzeitig bröckelt auch bei dem Sport-und Geländewagenbauer der Verkauf von Dieselwagen wegen der Vorwürfe der Abgasmanipulation. Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnete im Mai einen Rückruf von weltweit rund 60.000 Fahrzeugen der SUVs Macan und Cayenne an. Porsche bietet seit Februar keine Dieselwagen mehr an.

Der viertürige Elektrosportwagen Taycan beschleunigt mit mehr als 600 PS in weniger als 3,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Mit einer Batterieladung soll er 500 Kilometer weit kommen, und dank einer 800-Volt-Architektur kann er an Schnellladestationen in vier Minuten für 100 Kilometer Reichweite Strom tanken. Alle Autobauer arbeiten derzeit unter Hochdruck an vielen neuen Stromautos, mit denen die Kinderkrankheiten überwunden werden sollen: die kurze Reichweite, die lange Ladedauer und letztlich auch der viel höhere Preis als vergleichbare Benzin- oder Dieselautos.