Düsseldorf. Das erstmalige Ausscheiden einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft in einer WM-Vorrunde geht auch an der deutschen Werbewirtschaft nicht spurlos vorüber. "Das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bedeutet werblich zwar eine kleine Delle, die aber keine nachhaltige Wirkung entfalten wird", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands ZAW, Manfred Parteina, am Donnerstag.

Dennoch meinte er: "Wir bleiben optimistisch für das Werbejahr 2018." Die Werbespots seien bereits gebucht. Die Unternehmen reagierten nun zum Teil mit inhaltlichen Änderungen - ein geplanter WM-Spot werde gegen einen anderen ohne Bezug zu dem Turnier in Russland getauscht. Zudem werde eine im WM-Umfeld platzierte Werbung ohne die deutsche Mannschaft bei den Konsumenten auf "eine andere Aufmerksamkeit" stoßen. Auch kurzfristige zusätzliche Werbemaßnahmen wie beim Gewinn der WM 2014 wird es dieses Mal nicht geben.

Der Titelverteidiger hatte sich am Mittwoch schon in der Vorrunde vom WM-Turnier in Russland verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Joachim Löw schied nach einer 0:2-Niederlage gegen Südkorea aus.