• vom 13.07.2018, 10:57 Uhr

International

Update: 13.07.2018, 12:48 Uhr

Unmut

Ronaldo kommt, Arbeit steht




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Von WZ Online, APA, AFP, grex

  • Der Transfer von Fußballstar Cristiano Ronaldo sorgt für Unruhe beim Fiat-Chrysler-Konzern.

Der Gewerkschaftsbund USB bestätigte, die Arbeiter des Werks im süditalienischen Melfi zum Streik aufgerufen zu haben - wegen der 100 Millionen Euro Ablösesumme für Christiano Ronaldo. - © APAweb/AFP, Isabella Bonotto

Der Gewerkschaftsbund USB bestätigte, die Arbeiter des Werks im süditalienischen Melfi zum Streik aufgerufen zu haben - wegen der 100 Millionen Euro Ablösesumme für Christiano Ronaldo. © APAweb/AFP, Isabella Bonotto

Turin. Fußball und Geld - eine unendliche Geschichte. Doch seit den Rekordtransfers und Milliarden-Ablösesummen für Messi, Ronaldo, Bale und Co. wurden neue Sphären erreicht, die oftmals nur mehr für Kopfschütteln sorgen können.

Doch das Kopfschütteln zeigte wenig Wirkung, die Geldspirale dreht immer weiter nach oben. Und so greifen Fiat-Mitarbeiter zu einem anderen Mittel - sie streiken. Weil die milliardenschwere Angelli-Familie hunderte Millionen in einen Fußballer, aber nicht in ihre Angestellten investiere, so die Gewerkschaft.

Werk in Melfi im Streik

Der Millionentransfer von Fußballstar Cristiano Ronaldo zum italienischen Verein Juventus Turin sorgt für Unruhe beim Fiat-Chrysler-Konzern. Der Gewerkschaftsbund USB bestätigte, die Arbeiter des Werks im süditalienischen Melfi zum Streik aufgerufen zu haben - wegen der 100 Millionen Euro Ablösesumme.

Es sei nicht hinnehmbar, dass die Konzernleitung "riesige Opfer von den Arbeitern verlangt" und gleichzeitig so viel Geld für einen Fußballspieler ausgebe, erklärte die Gewerkschaft.

Der Streik soll demnach am Sonntag beginnen und drei Tage dauern. Fiat-Chrysler hat seinen Hauptsitz in Turin und gehört ebenso wie Juventus zu großen Teilen der Industriellenfamilie Agnelli. Die Gewerkschaft drängte die Besitzer, das Geld in "tausend Menschen statt nur einen zu investieren". Ronaldo wechselte von Real Madrid zum italienischen Rekordmeister. Sein jährliches Gehalt soll 30 Millionen Euro betragen.

Während die Gewerkschaft über die Ausgaben verärgert ist, geht die Bank Banca IMI davon aus, dass Ronaldos Wechsel die Marke des Vereins weltweit stärken und Millionen an Ticketverkäufen und Merchandising generieren sowie weitere Sponsoren anlocken wird.





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Dokument erstellt am 2018-07-13 10:59:06
Letzte Änderung am 2018-07-13 12:48:41


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