• vom 17.07.2018, 19:51 Uhr

International

Update: 17.07.2018, 22:29 Uhr

Wettbewerb

EU-Milliardenstrafe gegen Google wegen Android




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Von WZ Online, APA

  • Marktbeherrschende Stellung ausgenutzt.

Keine Freude hat die EU mit Googles Betriebssystem Android. - © WZ

Keine Freude hat die EU mit Googles Betriebssystem Android. © WZ

Amazon-Chef Jeff Bezos ist unterdessen noch reicher geworden.

Amazon-Chef Jeff Bezos ist unterdessen noch reicher geworden.© APAweb / AFP / Jason Redmond Amazon-Chef Jeff Bezos ist unterdessen noch reicher geworden.© APAweb / AFP / Jason Redmond

Brüssel/Mountain View. Dem US-Internetkonzern Google droht offenbar eine Milliardenstrafe der EU-Kommission. Die zuständige Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager werde voraussichtlich am Mittwoch verkünden, dass Google seine marktbeherrschende Stellung bei seinem Android-Betriebssystem für Smartphones ausgenutzt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen in Brüssel. Die Strafe werde "mehrere Milliarden Dollar" betragen. Die EU-Kommission kommentierte diese Angaben zunächst nicht.

Google soll die Hersteller von Smartphones dazu gedrängt haben, Apps von Google vorzuinstallieren oder auf ihren Geräten nur auf Dienste von Google zu verweisen. Dem US-Giganten droht deshalb nun eine Strafzahlung von zehn Prozent des Jahresumsatzes von Googles Mutterkonzern Alphabet. Dieser lag im vergangenen Jahr bei umgerechnet 95 Milliarden Euro. Gegen Google hatte die EU-Kommission bereits im Juni 2017 eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro verhängt, damals wegen Missbrauchs der marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber bei der Werbung für Online-Shopping.

Technische Probleme stören Snapchat und Spotify

Unterdessen haben am Dienstag technische Probleme bei Google zeitweise diverse Online-Dienste wie Snapchat und Spotify gestört. Mehrere Komponenten von Googles Cloud-Plattform waren am Abend europäischer Zeit ausgefallen, wie der Internet-Konzern auf der entsprechenden Status-Webseite bestätigte. Von Störungen betroffen waren neben dem Musikdienst Spotify und der Fotoplattform Snapchat unter anderem auch der Kommunikationsservice Discord und das Online-Spiel "Pokemon Go". Viele Online-Dienste verlassen sich für ihren Betrieb auf Cloud-Infrastruktur von Google oder Amazon - deswegen bekommen auch kurzfristige Ausfälle bei den großen technischen Plattformen schnell viele Nutzer zu spüren. 

Amazon-Chef Jeff Bezos hängt Bill Gates noch weiter ab

Neben Google sorgt auch ein anderer Internet-Gigant für Schlagzeilen: Amazon-Chef Jeff Bezos hat seinen Vorsprung als reichster Mensch der Welt ausgebaut. In der aktuellen Bloomberg-Rangliste liegt der 54-Jährige mit einem Nettovermögen von 130 Milliarden nun weit vor Microsoft-Gründer Bill Gates (81 Milliarden Euro), der soeben weitere 25 Millionen Euro in die Erforschung von Alzheimer gesteckt hat.





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Dokument erstellt am 2018-07-17 19:59:00
Letzte Änderung am 2018-07-17 22:29:50


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