• vom 08.08.2018, 14:28 Uhr

International

Update: 08.08.2018, 14:30 Uhr

Brexit

voestalpine-Chef ortet erste Auswirkungen




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Von WZ Online, APA

  • Während Autozulassungen in Europa steigen, sinken sie in England, auch Neuaufträge im Baubereich gehen zurück.

Wien. Welche wirtschaftlichen Folgen der EU-Austritt der Briten genau nach sich zieht, kann zurzeit noch niemand abschätzen. "Das ist auch abhängig davon, ob es zu einem harten Brexit oder einem vernünftig ausverhandelten Brexit kommt", sagte der Chef des Linzern Stahlkonzerns voestalpine  Wolfgang Eder in einer Telefonkonferenz. Erste Auswirkungen gebe es aber bereits.

Die voestalpine beschäftigt weltweit rund 52.000 Mitarbeiter und betreibt in Großbritannien sieben Produktionsstandorte. "Die Entwicklung der Umsätze und der Erwartungen ist in England anders als in der Europäischen Union", so Eder. "Jetzt sehen wir erstmals wirkliche Auswirkungen." Kundenzurückhaltung ortet er etwa im Automobilbereich, "wo die Zulassungen in Europa steigen, in England haben wir sinkende Zahlen".

Vorsicht

Dasselbe gelte für den Baubereich, in dem die Voest in England den Angaben zufolge 350 Mitarbeiter unter Vertrag hat. "Die Intensität der Neuaufträge lässt nach und in der britischen Industrie spürt man generell Verunsicherung", stellte der Konzernchef fest. "Man spürt, dass es ernst wird, und dass die Menschen vorsichtiger werden."

Für die voestalpine selbst gab Eder vorerst vorsichtige Entwarnung: "Wenn man die Auftragsbücher ansieht, sollten wir heuer davon keine negativen Konsequenzen haben." Für das kommende Jahr bleibt abzuwarten, ob es zu einem harten Brexit kommt oder nicht.





Schlagwörter

Brexit, voestalpine

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-08 14:29:42
Letzte Änderung am 2018-08-08 14:30:40


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