• vom 05.11.2018, 15:43 Uhr

Österreich

Update: 05.11.2018, 17:15 Uhr

Wien

Hauspreise stiegen in zehn Jahren auf das Doppelte




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Von WZ Online / APA

  • Seit 2009 wurden 1458 Gründerzeithäuser abgerissen.

Die Nachfrage nach Häusern in Wien ist groß. - © SchiDD - CC 4.0

Die Nachfrage nach Häusern in Wien ist groß. © SchiDD - CC 4.0

Die Wiener Hausherren jammern gerne. Vor einigen Jahren erklärte eine ihrer Vereinigungen, der Hausbesitzer sei "Prügelknabe und Feindbild der Stadtpolitik". Ganz so schlimm kann es nicht sein; Laut dem am Montag vorgestellten Zinsmarkthausbericht von Otto Immobilien haben sich die Preise für Häuser mehr als verdoppelt. Für das heurige Jahr gehen die Immobilienexperten von einem Rekordumsatz aus.

Der Durchschnittspreis entwickelte sich laut dem Bericht von 1.244 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2008 auf 2.890 Euro Quadratmeter im Jahr 2018. In den Außenbezirken stiegen die Preise noch deutlicher: So habe man in Favoriten vor zehn Jahren noch Häuser um 300 bis 700 Euro pro Quadratmeter erstehen können; heute müsse man für vergleichbare Häuser zumindest rund 1.800 Euro pro Quadratmeter hinlegen, schilderte Unternehmenschef Eugen Otto. "In diesen Lagen gab es also fast eine Verdreifachung." Die Renditen sind im selben Zeitraum von 4,7 Prozent auf 2,6 Prozent gesunken.

Auch die Eigentümerstruktur verschob sich in den vergangenen zehn Jahren: Der Anteil der Privatpersonen sank von 67 Prozent (2008) auf 61 Prozent (2018), während der Anteil der Unternehmen von 21 auf 28 Prozent stieg. Die Bewirtschaftung und Instandhaltung von Zinshäusern werde unter anderem aufgrund der Unsicherheit um den Lagezuschlag immer aufwendiger und weniger planbar, was dazu führe, dass immer mehr Private verkaufen, erläuterte Thomas Gruber von Otto Immobilien.

Verschärfung zeigt Wirkung

Auch die im Sommer von der Stadt verordnete Verschärfung der Abrissgenehmigung für Gründerzeithäuser zeige Wirkung, meinte Gruber. Häuser, die nun doch nicht abgerissen werden dürfen, würden weiterverkauft. "Das belebt den Markt", so Gruber.

Der Bestand an Gründerzeit-Zinshäusern ging in den vergangenen zehn Jahren laut den Erhebungen von Otto Immobilien um neun Prozent zurück. Während es im Herbst 2009 noch 15.529 Gründerzeit-Zinshäuser nach der Definition des Immobilienunternehmens gab, waren es im August 2018 nur noch 14.071. Hauptursache dafür seien die Begründung von Wohnungseigentum oder Nutzungsänderungen, zuletzt hätten aber auch Abrisse eine größere Rolle gespielt.

Für 2018 wird laut dem Bericht wieder die Milliardengrenze erreicht werden. Im ersten Halbjahr 2018 wurde mit 697 Mio. Euro das mit Abstand höchste Transaktionsvolumen erzielt.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-11-05 14:57:58
Letzte Änderung am 2018-11-05 17:15:31


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