• vom 05.11.2018, 16:41 Uhr

Österreich


Industrie

RHI Magnesita sieht sich "in ruhigem Fahrwasser"




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  • Vor gutem Jahresergebnis dank solider Kundennachfrage und Synergien.


© RHI Magnesita © RHI Magnesita

Wien. (kle) Der österreichisch-brasilianische Konzern RHI Magnesita, Hersteller feuerfester Produkte für industrielle Fertigungsprozesse (vor allem in der Stahlbranche), berichtet von guten Geschäften für das dritte Quartal. Weltweit habe die Stahlproduktion zugelegt - insbesondere in den USA, wo die Gewinnmargen für das Unternehmen relativ hoch seien. In Europa habe sich das Wachstum hingegen abgeschwächt, teilte RHI Magnesita am Montag weiter mit.

Indes hätten sich die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Stahlimporte bisher noch nicht negativ auf das eigene Geschäft ausgewirkt. In Indien verbuchte RHI Magnesita in den ersten drei Quartalen gegenüber der gleichen Vorjahresperiode ein Wachstum von 20 Prozent, in China - von einem niedrigeren Ausgangsniveau aus - sogar eines von 30 Prozent. Aufgrund stabiler Rohstoffpreise, solider Kundennachfrage und der Realisierung von Synergien rechnet Firmenchef Stefan Borgas auch für das Gesamtjahr 2018 mit einem guten Konzernergebnis.


Neue Firmenzentrale in Wien
"Wir fahren in sehr, sehr ruhigem Fahrwasser weiter wie im ersten Halbjahr", sagte Borgas der APA zum dritten Quartal. Der Grund für die stabile Entwicklung liege darin, dass das Geschäft von RHI Magnesita von der Produktionsmenge der Kunden abhänge - nicht von deren Preisen. Die meisten Kunden könnten nämlich ohne RHI-Produkte nicht produzieren, deren Anteil an den gesamten Produktionskosten eines Stahlkonzerns liege allerdings nur bei 2,5 Prozent. Mengenschwankungen seien in der Regel aber viel kleiner als Preisschwankungen, so Borgas. Daher sei das Geschäft von RHI Magnesita auch viel weniger zyklisch als Analysten oft annehmen.

RHI Magnesita beschäftigt aktuell weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter in 35 Hauptproduktionswerken sowie an mehr als 70 Vertriebsstandorten. Im vergangenen Jahr kam der Konzern, der im Herbst 2017 aus der Fusion der österreichischen RHI und der brasilianischen Magnesita hervorgegangen ist, auf einen Pro-forma-Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. RHI Magnesita notiert an der Börse in London und Wien. Unterdessen bezogen hat der Konzern seine neue Zentrale in Wien im "Europlaza" - mit insgesamt 450 Mitarbeitern.




Schlagwörter

Industrie, RHI Magnesita, Quartal

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Dokument erstellt am 2018-11-05 16:52:07


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