• vom 06.11.2018, 15:06 Uhr

Österreich


Anlagenbau

Andritz packt den Rotstift aus




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Konzern reserviert für Restrukturierungen gut 20 Millionen Euro.

Wien/Graz. (kle) Der Grazer Anlagenbauer Andritz hat in den ersten drei Quartalen unterm Strich deutlich weniger verdient als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wie das steirische Unternehmen am Dienstag mitteilte, schrumpfte der Nettogewinn um mehr als 17 Prozent auf 157 Millionen Euro. Leicht steigern konnte Andritz indes den Umsatz - um 1,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnet der börsennotierte Technologiekonzern weiterhin mit stabilen Erlösen. Im vierten Quartal sieht sich Andritz jedoch zu Rückstellungen von gut 20 Millionen Euro für Restrukturierungsmaßnahmen in den beiden Sparten Metals und Hydro gezwungen. Dies wird heuer die Rentabilität des Unternehmens schmälern.


Börsenkurs rutscht weiter ab
An der Wiener Börse kam die offenbar unerwartete Ankündigung von Rückstellungen alles andere als gut an. Im Verlauf gab der Kurs der Andritz-Aktie am Dienstag um bis zu sieben Prozent auf 41,80 Euro nach. Schon am Tag davor war es kräftig bergabgegangen - um mehr als drei Prozent.

Unbeachtet blieb bei den Börsianern, dass Andritz den Auftragseingang im dritten Quartal erneut deutlich vergrößern konnte. Wie Konzernchef Wolfgang Leitner betonte, sei der Auftragseingang der vergangenen vier Quartale - insgesamt gut 6,2 Milliarden Euro - ein "solider Arbeitsvorrat für das kommende Geschäftsjahr".

Erst kürzlich hat Andritz einen 833 Millionen Dollar schweren Zukauf abgeschlossen. Übernommen wurde der US-Papiermaschinenzulieferer Xerium. Inklusive dessen Mitarbeiter zählte Andritz zuletzt rund 29.200 Beschäftigte.




Schlagwörter

Anlagenbau, Industrie, Andritz, Quartal

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-11-06 15:16:06


Werbung



Firmenmonitor







Werbung