Wien. (kle) Der Flughafen Wien meldet für die ersten drei Quartale ein kräftig gestiegenes Passagieraufkommen und einen deutlichen Gewinnanstieg. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet der größte heimische Airport nun mit einem Passagierplus von mehr als zehn Prozent. "Die 27 Millionen-Schwelle in Wien ist damit in Reichweite", so das börsennotierte Unternehmen am Mittwoch. "2018 wird auf jeden Fall einen neuen Passagierrekord bringen."

Wesentliche Treiber dafür sind laut Flughafen das starke Wachstum von Billigfluglinien wie Laudamotion, Wizz Air und Level, die gute Geschäftsentwicklung bei der AUA sowie neue Langstreckenverbindungen. "Der Wachstumstrend wird sich auch 2019 fortsetzen", ist Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger überzeugt.

Investitionen in dritte Piste

Die dynamische Verkehrsentwicklung hat in den ersten drei Quartalen auch die Ergebnisse positiv beeinflusst. So wuchs der Umsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 4,9 Prozent auf 596,3 Millionen Euro, der Nettogewinn stieg sogar um 16,5 Prozent auf 133 Millionen Euro. Seine Verschuldung konnte der Airport weiter reduzieren.

Investiert hat er heuer bisher knapp 113 Millionen Euro. Davon flossen fast 57 Millionen in Vorbereitungen für die dritte Piste, das momentan größte Projekt des Flughafens.

Für das Gesamtjahr 2018 ist geplant, den Umsatz auf mehr als 770 Millionen Euro und den Gewinn auf über 148 Millionen Euro zu steigern. Das Passagierplus soll heuer nicht nur in Wien mehr als zehn Prozent betragen, sondern auch in der Flughafen-Wien-Gruppe, zu der die beiden Airports Malta und Kosice (Slowakei) gehören. Von Jänner bis Oktober verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus von 8,5 Prozent auf 22,6 Millionen Reisende, in der Gruppe stieg das Aufkommen um 9,5 Prozent auf 29,1 Millionen.