Wien. Die Vorstandsgehälter der größten börsennotierten Unternehmen in Österreich haben sich in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten verdreifacht, während die allgemeinen Durchschnittsgehälter in Österreich nur um knapp ein Drittel gestiegen sind - das hat eine Studie der Arbeiterkammer ergeben, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

"Es geht in dieser Untersuchung nicht um eine Neid-Debatte, sondern darum aufzuzeigen, wie unterschiedlich Gehälter und Löhne aufgeteilt sind und vor allem, ob das fair ist", sagte AK-Präsidentin Renate Anderl bei der Präsentation der Studie. Insgesamt seien die Vorstandsbezüge unangemessen hoch, wobei es nicht möglich sei, konkret zu sagen, was angemessen wäre. Die AK fordert überdies innerbetrieblich volle Transparenz bei den Löhnen und Gehältern. "Wir sind überzeugt davon, dass wir dadurch auch die Geschlechterdifferenz etwas minimieren können."

Laut Studienautorin Christina Wieser hat ein Manager eines ATX-Unternehmens allein im Vorjahr eine Gehaltssteigerung um 12 Prozent verzeichnet.