AHT fertigt unter anderem Kühl- und Tiefkühltruhen - © BIRGIT STEINBERGER PHOTOINSTYLE
AHT fertigt unter anderem Kühl- und Tiefkühltruhen - © BIRGIT STEINBERGER PHOTOINSTYLE

Rottenmann/Wien. (kle) Eigentümerwechsel bei AHT Cooling Systems: Die britische Beteiligungsgesellschaft Bridgepoint verkauft das steirische Kühltechnik-Unternehmen an den japanischen Konzern Daikin Industries. Am Montag wurde der Deal vertraglich fixiert. Die Japaner lassen sich die Übernahme, die sie über ihre Europa-Tochter abwickeln und die im Jänner 2019 nach allen behördlichen Genehmigungen abgeschlossen sein soll, 881 Millionen Euro kosten.

AHT ist auf Kühl- und Tiefkühlsysteme für Supermärkte sowie für Eiscreme- und Getränke-Hersteller spezialisiert. Die global tätige Firma hat ihren Stammsitz in Rottenmann im Bezirk Liezen, wo sie mehr als 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Die übrigen rund 700 Mitarbeiter verteilen sich auf drei weitere Produktionsstandorte in China, Brasilien und den USA sowie auf weltweit zwölf Vertriebs- und Serviceniederlassungen.

Starkes Umsatzwachstum

2017 kam AHT auf 481 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen gilt als wachstumsstark, laut eigenen Angaben lag sein jährliches Umsatzplus in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt bei zwölf Prozent. Unter dem Dach des in Osaka ansässigen Daikin-Konzerns, der als Weltmarktführer im Bereich der Klimatechnologie in mehr als 150 Ländern präsent ist und mit rund 70.000 Mitarbeitern rund 17 Milliarden Dollar Jahresumsatz erwirtschaftet, soll dieser Kurs fortgesetzt werden.

Bei AHT-Chef Frank Elsen ist in diesem Kontext von "wesentlichen Synergien im Produktportfolio" die Rede, aber auch davon, dass die Gruppe dank Daikin ihre globale Präsenz "noch erheblich" ausbauen könne. Wieder Europa-Chef von Daikin, Masatsugu Minaka, erklärt, erweitere Daikin mit der Akquisition das Sortiment an eigenen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich Klimatisierung und Kühleinrichtungen. Dies ermögliche, "das komplette Angebot aus Klimatisierung und Kühlsystemen künftig aus einer Hand anzubieten".

Bridgepoint, der Verkäufer von AHT, hatte die Firma erst 2013 übernommen - um 585 Millionen Euro. In den vergangenen drei Jahren investierten die Briten 70 Millionen Euro in den Ausbau des Geschäfts. AHT war einst - von 1998 bis 2003 - unter dem Namen Austria Haustechnik an der Wiener Börse gelistet.