• vom 04.12.2018, 20:58 Uhr

Österreich


Halbleiterindustrie

Jobmotor Infineon




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Österreich-Tochter nahm heuer 416 neue Mitarbeiter auf - fast schon drei Milliarden Euro Umsatz.

- © apa/dpa/Andreas Gebert

© apa/dpa/Andreas Gebert

Wien/Villach. (apa/red) Die Österreich-Tochter des Infineon-Halbleiterkonzerns hat heuer den Mitarbeiterstand um gut ein Zehntel auf mehr als 4200 aufgestockt. Der Umsatz kletterte um ein Sechstel auf drei Milliarden Euro. Durch den Ausbau des Standorts Villach (Kärnten), in den 1,6 Milliarden Euro fließen sollen und für den kürzlich der Grundstein gelegt wurde, sollen bis 2023 rund 750 Jobs und bis 2015 zusätzlich 1,8 Milliarden Euro Umsatz dazukommen. Für den Nachwuchs an Spezialisten geht Infineon verstärkt an die Universitäten.

Der heurige Ausbau um 416 Beschäftigte auf 4201 Personen war der bisher höchste in der Geschichte des Unternehmens. Aufgestockt wurde vor allem in Forschung & Entwicklung (F&E) sowie der Instandhaltungstechnik. Gesucht wird ständig, aktuell hat man 200 Stellen offen. Schon 54 Prozent der Belegschaft sind akademisch ausgebildet. Dieser Anteil habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, sagt Infineon-Austria-Chefin Sabine Herlitschka. 1813 Mitarbeiter sind in F&E tätig, ein Plus von 17 Prozent im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September. Infineon Austria zählt knapp ein Viertel der F&E-Belegschaft des Gesamtkonzerns mit gut 40.000 Leuten.


Treiber für das Halbleitergeschäft sind Energieeffizienz, Mobilität, Sicherheit und neuerdings auch das "Internet der Dinge" sowie "Big Data", alles Bereiche, die auf Elektrifizierung und Digitalisierung basieren, so Herlitschka. Größte Sparte ist Automotive mit 43 Prozent Umsatzanteil. Im Konzern ist Villach das Kompetenzzentrum für ganz neue Chips, die auf den Leistungselektronik-Materialien Siliziumkarbid und Galliumnitrid basieren, die dem klassischen Silizium überlegen sind.

Halbe Milliarde für F&E
Mit zuletzt 498 Millionen Euro F&E-Aufwand ist Infineon Austria eines der forschungsstärksten Unternehmen Österreichs. Der Ausbau des F&E-Bereichs geht ungebremst weiter: Im Frühjahr 2019 starten an den Standorten in Graz und Linz die Bauarbeiten für Erweiterungen, dort kommen 290 bzw. 220 neue F&E-Jobs dazu.

In der Zentrale in Villach wird F&E ebenfalls ausgebaut: Neben 400 neuen Chip-Fertigungs-Jobs in der Werkserweiterung wird auch das Forschungsareal um 350 auf 600 Leute aufgestockt, sodass in Villach künftig unter dem Strich etwa 750 Arbeitsplätze dazuzukommen. Bereits jetzt würden die ersten 100 Leute für die Villach-Erweiterung rekrutiert.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-04 15:40:39


Werbung



Firmenmonitor







Werbung