• vom 06.12.2018, 17:09 Uhr

Österreich

Update: 06.12.2018, 17:47 Uhr

Margarete Schramböck

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    Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

    Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.© APAweb, Herbert Neubauer Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.© APAweb, Herbert Neubauer

    Wien. (aum) "Ori and the Blind Forest" hat bei den großen Computerspielmessen in Los Angeles und Köln für Furore gesorgt. Es regnete nur so Auszeichnungen für den Entwickler Moon Studios. "Das ist eine österreichische Firma mit mehr als 150 Mitarbeitern. Da kann man schon stolz sein", sagt Margarete Schramböck, während sie in ihrem Büro konzentriert auf den großen Bildschirm schaut. Geschickt lenkt die Ministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung die Hauptfigur - eine kleine Lichtgestalt - durch die Spielwelt.

    Der Anfang ist tragisch: Ori verliert seine Heimat, den Geisterbaum, und wird vom Bärenwesen Naru adoptiert. Doch der Wald, in dem sie leben, verfällt und verkümmert. Alsbald stirbt Naru aus Hunger. "Jetzt ist er traurig", sagt Schramböck empathisch. "Er kann nicht einmal mehr springen." Aber dann darappelt sich Ori und es geht los. Der kleine Geist muss versuchen, die Welt wieder in Ordnung zu bringen.


    Ori hantelt sich von Ast zu Ast. Er hüpft über Hindernisse und auf rettende Baumstämme im tödlichen See. Auf einmal taucht ein feindliches Wesen auf. Schramböck drückt wiederholt eine Taste auf dem Controller. "Ach, ich kann ja noch gar nicht schießen", sagt sie und überwindet das Hindernis hüpfend.

    TV ist passiv, Computer aktiv
    Kritik an Computerspielen kann sie wenig abgewinnen. "Früher sind die Menschen passiv vor dem Fernseher gesessen", sagt die Ministerin. "Jetzt greifen sie aktiv ins Geschehen ein." Auch das taktile Training sei nicht zu unterschätzen. "Alle Studien zeigen, dass sich die Menschheit weg von der Grobmotorik hin zur Feinmotorik entwickelt."

    Dass Computerspiele sich auch unter Erwachsenen großer Beliebtheit erfreuen, ist für Schramböck nichts Neues. Ihr Lebensgefährte spielt "League of Legends" und war unter den 200 weltbesten "Warcraft 3"-Spielern.

    Im Flug hat Schramböck das erste Level von Ori absolviert - und freut sich schon auf den zweiten Teil des Spiels, der nächstes Jahr erscheint.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-12-06 17:19:40
    Letzte Änderung am 2018-12-06 17:47:15


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