Wien. (kle) Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV beteiligt sich an der künftigen Ausbeute umfangreicher Gas-, Öl- und Kondensatfelder vor der Küste des Emirats Abu Dhabi. Wie das teilstaatliche Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist mit der Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) ein Konzessionsabkommen mit einer Laufzeit von 40 Jahren für die Entwicklung des sogenannten Ghasha-Projekts geschlossen worden. Für die OMV ist dabei ein Fünf-Prozent-Anteil an der Konzession vorgesehen. Den Kaufpreis dafür gab der österreichische Konzern nicht bekannt.

Der Vertrag läuft ab Herbst 2018, nach den Planungen von Adnoc soll das Projekt Mitte des nächsten Jahrzehnts in Betrieb gehen. Erwartet wird, dass die Felder - insgesamt sind es drei - pro Tag mindestens 40 Millionen Kubikmeter Erdgas und außerdem noch brutto mehr als 120.000 Barrel Erdöl und hochwertiges Kondensat produzieren.

OMV-Chef Rainer Seele bezeichnet die Vereinbarung mit Adnoc als "weiteren wichtigen Schritt zur erfolgreichen Umsetzung der Konzernstrategie 2025". Mit der Vereinbarung baue die OMV ihre bestehende substanzielle Position im Nahen Osten aus und verlagere die Produktion weiter in Richtung Gas. Am Ghasha-Projekt sind auch die europäischen Energiekonzerne ENI (Italien) und Wintershall (Deutschland) mit 25 respektive 10 Prozent beteiligt.

An der OMV hält der Abu-Dhabi-Staatsfonds Ipic 24,9 Prozent. Die Araber haben ihre Anteile mit der 31,5-prozentigen Beteiligung der Staatsholding Öbib syndiziert.