Linz/Wien. (apa/kle) Was Umsatz und Gewinn betrifft, hat die Energie AG Oberösterreich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) zwar Abstriche machen müssen. So schrumpften die Erlöse um 3,6 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro - und der operative Gewinn (Ebit) um 22,5 Prozent auf 171,8 Millionen. Dennoch sei dies das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens, so das Management am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz in Linz.

An die Eigentümer der Energie AG soll nun - trotz der rückläufigen Geschäftszahlen - eine höhere Dividende von insgesamt 78 (nach 54) Millionen Euro ausgeschüttet werden. Zum Aktionärskreis gehören neben dem Land Oberösterreich, das mehr als 52 Prozent der Anteile hält, der städtische Versorger Linz AG, die Tiwag (Tiroler Wasserkraft AG), der Verbund, Banken sowie ein Versicherungsunternehmen.

Niedrige Wasserführung

Firmenchef Werner Steinecker relativierte die rückläufigen Zahlen damit, dass das Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2016/17 von vielen Einmaleffekten geprägt gewesen sei. Dem seien im abgelaufenen Wirtschaftsjahr "herausfordernde Ereignisse" gegenübergestanden - vor allem die niedrige Wasserführung der Flüsse, was die Stromproduktion durch Wasser auf die Hälfte sinken ließ. Daneben seien auch noch erhebliche windarme Zeiten dazugekommen. Laut Steinecker musste dies durch 193 Betriebstage des Gas- und Dampf-Kraftwerkes in Timelkam ausgeglichen werden.

In allen anderen Geschäftssparten habe die Energie AG den Umsatz aber gesteigert und die Budgetplanung mit einem Ebit von 122 Millionen Euro deutlich überschritten. Auch die Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme der Vorjahre hätten geholfen, so Steinecker.

Wie es am Donnerstag hieß, bleibe der aktuelle Strompreis bis 1. Jänner 2020 garantiert, auch wenn der gemeinsame Vertrieb mit der Linz AG per 1. April beendet werde. Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 hat das Management der Energie AG beim Ebit 105 Millionen Euro budgetiert. Inzwischen stelle man sich allerdings auf 120 bis 125 Millionen Euro ein.

Mehr Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter lag per Ende September mit 4389 um 1,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Steinecker sagte, auch als traditionell attraktiver Arbeitgeber tue sich die Energie AG mittlerweile schwer, den "richtigen Mitarbeiter für den richtigen Arbeitsplatz" zu finden. Deshalb hat das technik-getriebene Unternehmen nun ein Programm aufgesetzt, über das auch Jungakademikerinnen angesprochen werden sollen.