(kle) Seit 2016 schreibt Semperit rote Zahlen. Dass es bei dem Wiener Industriekonzern, der hochwertige Gummiprodukte fertigt, alles andere als rund läuft, lässt sich auch am Aktienkurs ablesen. Mit dem ging es in den vergangenen Jahren nämlich steil bergab. Allein 2018 rutschte der Kurs um fast 55 Prozent auf unter zehn Euro ab. Damit fiel die Semperit-Aktie auf ein Preisniveau, das sie schon vor langer Zeit - in den frühen Nullerjahren - gehabt hatte.

Seit Beginn des neuen Jahres geht es aber wieder aufwärts, und das kräftig. In den ersten vier Handelstagen legte der Titel um rund 18 Prozent zu (am Montag schloss er mit 11,72 Euro um 5,2 Prozent fester). Ob es sich dabei um eine Trendwende handelt, bleibt freilich abzuwarten.

Als Hauptgrund für die Schieflage bei Semperit gilt, dass das Management in der Vergangenheit zu stark auf Wachstum setzte und dabei die Profitabilität vernachlässigte. 2018 dürfte operativ erste Sanierungserfolge gebracht haben, wegen der Umbaukosten netto aber doch noch Verluste. Da der Konzern sehr komplex ist, wird seine Sanierung laut Semperit bis Ende 2020 dauern.

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Werte: 18 Uhr MEZAngaben ohne Gewähr