Wien. (apa/kle) Im Fall rund um Internetbetrug beim Luftfahrtzulieferer FACC ist die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bei ihren Ermittlungen einen Schritt weitergekommen. Mehrere Personen der internationalen Tätergruppe seien mittlerweile bekannt, berichtet die Tageszeitung "Die Presse". Bisher war von Ermittlungen gegen unbekannt die Rede.

"Wir ermitteln wegen schweren Betrugs, Geldwäscherei und Bildung einer kriminellen Organisation gegen mehrere bekannte und unbekannte Personen einer internationalen Tätergruppe", zitiert die Zeitung einen Sprecher der WKStA. Derzeit laufen Rechtshilfeansuchen an mehrere andere Staaten. Zehn Millionen Euro des erbeuteten Geldes sind seit 2016 auf chinesischen Konten eingefroren. FACC war vor drei Jahren von Internetkriminellen um rund 50 Millionen Euro betrogen worden. Die oberösterreichische Firma ist das prominenteste Opfer einer Betrugsmasche namens "Fake-President". Außenstehende geben sich dabei in E-Mails als Chef aus und fordern Mitarbeiter auf, Geld auf Auslandskonten zu überweisen.