Schierhackl war 20 Jahre für die Asfinag tätig. - © apa/Fohringer
Schierhackl war 20 Jahre für die Asfinag tätig. - © apa/Fohringer

Wien. (kle/apa) Klaus Schierhackl, Chef der staatlichen Autobahngesellschaft Asfinag, räumt per 31. Jänner seinen Posten. Wie die Asfinag am Freitag bekanntgab, verlasse er das Unternehmen "auf eigenen Wunsch". Der Aufsichtsrat habe einer einvernehmlichen Vertragsauflösung zugestimmt.

Seinen Rücktritt begründete der Manager mit der öffentlichen Diskussion um seine Person. Schierhackl war mit Vorwürfen konfrontiert, wonach er vor Jahren eine Mitarbeiterin mit einer Bemerkung sexuell belästigt haben soll und ein Haus von der Inhaberin jener Stiftung als Geschenk angenommen habe, die der Asfinag ihre Räumlichkeiten in der Wiener City vermietet. Den Vorwurf der sexuellen Belästigung hat Schierhackl bestritten.

Bei der Asfinag sind nun zwei Vorstandsposten vakant, die beide noch im ersten Quartal nachbesetzt werden sollen. Vor Schierhackl, der seit 20 Jahre für das Unternehmen tätig war (seit 2007 im Vorstand), war bereits im November Karin Zipperer zurückgetreten. Für die Zeit nach dem 31. Jänner hat der Aufsichtsrat Gabriele Csoklich mit der interimistischen Führung beauftragt. Sie ist Gesamtprokuristin und Geschäftsführerin der Asfinag European Toll Service GmbH und leitet seit 2008 den Finanzierungsbereich und das Konzern-Rechnungswesen.