Wien. (kle) Die teilstaatliche Abbaugesellschaft Immigon, die Mitte 2015 aus der Krisenbank ÖVAG hervorgegangen ist, wird in wenigen Monaten Geschichte sein. Da von den zu verwertenden Assets so gut wie nichts mehr da ist und die liquiden Mittel reichen sollten, um für noch zu bezahlende Schulden geradezustehen, hat der Vorstand nun beschlossen, der Finanzmarktaufsicht (FMA) die Beendigung des Portfolioabbaus anzuzeigen. Sobald dies per FMA-Bescheid bestätigt ist, wird die Immigon keine Abbaugesellschaft mehr sein, wie sie am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte.

In weiterer Folge soll die Auflösung und Abwicklung des Unternehmens in der nächsten, voraussichtlich am 15. Mai stattfindenden Hauptversammlung beschlossen und danach umgesetzt werden. Geplant ist, die Vermögensverwaltungs- und Beratungsfirma Ithuba Capital als Abwickler zu bestellen.

Ihr Eigenkapital hat die Immigon 2018 dank eines positiven Ergebnisses um 15 Prozent auf 775 Millionen Euro gesteigert. Damit ist dieses viel höher als ursprünglich angenommen. Anfangs wurde erwartet, dass bestenfalls zirka 50 Millionen Euro Eigenkapital als Liquidationserlös übrigbleiben.

Wie viel Geld am Ende an den Bund zurückfließen wird, hängt noch von letzten Erlösen und den Liquidierungskosten ab. Die Volksbanken AG (ÖVAG) wurde ja nach der Finanzkrise mit 1,25 Steuermilliarden aufgefangen.

Sobald begonnen wird, die Immigon zu liquidieren, werden Stephan Koren und Michael Mendel aus dem Vorstand ausscheiden.