Wien. Der österreichische Baukonzern Strabag zieht den Stecker bei dem vermeintlichen Prestige-Projekt in Südafrika. "Die Bau-Arge hat am Mittwoch den Vertrag gekündigt hat", bestätigt Jörg Wellmeyer, zuständig für das Afrika-Geschäft der Strabag, exklusiv der "Wiener Zeitung".

Das Bauprojekt hätte die höchste Brücke Afrikas werden sollen. Eine vierspurige Straße würde dabei über eine tiefe Schlucht geführt. 223 Meter hoch und 1132 Meter lang sollte die Brücke werden. Das Projekt wurde jedoch von Bevölkerungsprotesten begleitet. Sie kritisierten einen mangelhaften Genehmigungsprozess und argwöhnten, dass es sich um eine reine Zubringerbrücke für ein Minen-Projekt handeln würde. Gegen diese Titan-Mine setzt sich die Bevölkerung ebenfalls seit mehr als einem Jahrzehnt zur Wehr.