Wien. (kle) Aufgrund der steigenden Stromgroßhandelspreise wird auch der teilstaatliche Verbund ab April die Strom- und Gastarife für Haushalts- und Gewerbekunden anheben. Wie das Wiener Unternehmen am Montag mitteilte, werden sich die Gesamtkosten (Energie, Netz, Steuern und Abgaben) durchschnittlich um 9 Prozent beim Stromtarif und um 7,6 Prozent beim Gastarif erhöhen.

Für eine vierköpfige Familie in Wien mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch bei Strom von 3500 Kilowattstunden (kWh) beziehungsweise bei Gas von 14.000 kWh bedeute dies einen monatlichen Mehrbetrag von 4,9 Euro bei Strom und von 5,9 Euro bei Gas, so der Verbund.

Laut seinen Angaben hat sich der Marktpreis für Strom in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt - wegen der steigenden Primärenergiepreise für Kohle, Öl und Gas sowie der Preise für CO2-Zertifikate. Die Trennung der Strompreiszone zwischen Österreich und Deutschland Anfang Oktober 2018 habe die Großhandelspreise zusätzlich erhöht.

Seit Mitte des Vorjahres haben bereits mehrere heimische Stromlieferanten ihre Preise angehoben. Verteuerungen gab es mit 1. Juli bei der Salzburg AG und mit 1. Oktober bei der "EnergieAllianz" (Wien Energie, EVN, Energie Burgenland). Anfang 2019 folgten die Energie Steiermark, die Tiroler Tiwag und die Innsbrucker IKB.